Rückläufige Social Media Nutzung in Deutschland

Social Media Nutzung erstmals rückläufig in Deutschland – Was bedeutet das für Unternehmen?

 

Das Kompetenzzentrum öffentliche IT veröffentlicht den Deutschland-Index Digitalisierung 2019.

Die Forscher des Kompetenzzentrums öffentliche IT am Frauenhofer Institut kamen zu dem Ergebnis, dass in dem Zeitraum von 2015 bis 2017 ausschließlich in den Ländern Rheinland-Pfalz, Hamburg und im Saarland die Nutzung von Facebook, Instagram, Twitter und Co. geringfügig anstieg. Deutschlandweit hingegen sank die Nutzung der sozialen Medien durch aktive User im selben Zeitraum um bis zu 18%.

 

Im Jahr 2017 und 2018 ist das „Social Media Marketing“ durch deutsche Unternehmen hingegen am Höhepunkt angekommen

 

In den vergangenen zwei Jahren stieg die Social Media Performance deutscher Unternehmen rasant an. Stellen als Social Media Manager werden heute so oft vergeben, wie nie zuvor, Strategien werden entwickelt, Content produziert, der Feed gefüttert, Kampagnen gestartet und das zusammenarbeiten mit den Influencer Rockstars von heute wird angestrebt und ist gefühlt ein Muss für alle modernen Unternehmen, die den Social Media Boom voll und ganz ausnutzen und mitnehmen wollen.

Demnach gleicht mittlerweile der News Feed des privaten Users, wie auch die Storys, welche er sich auf Instagram, Youtube, Facebook und Co. ansieht einer semi guten Dauerwerbesendung. Würden die Unternehmen oder die beauftragten Agenturen sich aber auf genau diesen, nämlich auf den privaten User, fokussieren und mit diesem auch interagieren wie kommunizieren und weniger auf das nicht innovative, stupide bewerben von Produkten, dann wäre es sicher gar nicht erst zu diesem Rücklauf von aktiven Nutzern auf den sozialen Medien gekommen. Spätestens seit 2017 sind die Beschwerden der privaten Nutzer in den sozialen Medien bezüglich der zu prominenten Werbemaßnahmen immer lauter geworden und eigentlich nicht zu überhören. Werbung durch Kampagnen, gesponserte Beiträge, Influencer Marketing und Co. nerven gewaltig. Höchstwahrscheinlich ist dies mit ein Grund dafür, dass die aktive Nutzung der sozialen Medien um bis zu 18% deutschlandweit gesunken ist.

 

Noch nie in der Geschichte der Medien wurde Werbung als so nervig wie heute empfunden!

 

Doch wie kommt das? So innovationsscheu sich deutsche Unternehmen erst recht spät im weltweiten Vergleich den sozialen Medien gewidmet haben, so innovationsscheu sind diese auch heute in Ihrer Performance in den sozialen Medien. Schaut man sich diese genauer an, gleicht ein Unternehmenskanal dem anderen und wirkliche Strategien sind nicht erkennbar. Jeder kopiert den anderen in der Bildsprache, der Kommunikation, in der „Interaktion“ aber vor allem in der Art das eigene Produkt zu bewerben. Es wirkt fast so, als hätten die deutschen Unternehmen Angst. Angst etwas falsch zu machen und es wird lieber auf der gemütlichen Welle der anderen mitgeschwommen, als auf seiner eigenen herauszustechen und durch eine eigene, innovative Performance als Sieger voraus zuschwimmen.

Zu dem Zeitpunkt, als ein Unternehmenskanal und das Bewerben der eigenen Produkte auf den sozialen Medien noch als Innovation galt, wurde ein ganz entscheidender Faktor nicht berücksichtigt: Das Wort SOZIAL! Die sozialen Medien galten als Innovation bezüglich der sozialen Kommunikation, dem Austausch mit den Mitmenschen und mit dem Kunden. Das ist es, was der private Nutzer auf den sozialen Medien sucht. Doch heute wird dieser durch Werbekampagnen, gesponserte Beiträgen und Influencer einer Reizüberflutung an immer gleich aussehendem und verpacktem Werbespam und Konsumzwang auf den sozialen Medien ausgesetzt, doch genau dem will er doch entfliehen, sobald er diese Kanäle besucht.

 

Es muss ein Umdenken deutscher Unternehmen im Social Media Marketing stattfinden und Innovative Strategien zur Selbstvermarktung müssen her.

 

Wenn sich künftig die deutschen Unternehmen nicht ausschließlich gegenseitig auf den social Media Kanälen bewerben und folgen wollen und nicht wollen, dass langfristig aus den deutschen sozialen Medien reine B2B Plattformen werden, weil der eigentliche Zielkunde verloren geht, muss ein Umdenken her.

Deutsche Unternehmen sollten beginnen selbst wieder an Einfluss zu gewinnen und diesen nicht ausschließlich an die Influencer Sternchen abtreten. Dem Endverbraucher muss ein Mehrwert geliefert werden, warum dieser sich mit der Brand auseinandersetzt und mit dieser interagiert. Es müssen Strategien entwickelt werden, die den eigenen Feed von dem der Mitbewerber kreativ, informativ und mit nützlichem Content für den Verbraucher abhebt. Weniger Werbebildchen und mehr echte Menschen müssen an die Front in der Außenpräsentation gestellt werden.

Es gibt einiges aufzuholen, wenn es um das Social Media Marketing deutscher Unternehmen geht aber mit etwas mehr Innovation, Menschlichkeit, Mehrwert für den Verbraucher und direkter sozialer Interaktion mit dem Verbraucher gehören die 18% Rückgang der aktiven User (passiver Zuschauer) auf den sozialen Medien schon ganz bald der Vergangenheit an.

 

Gerne entwickeln und konzipieren wir mit Ihnen gemeinsam auch für Ihr Unternehmen eine innovative, wie ergebnisorientierte Social Media Strategie, welche Sie maßgeblich von Ihren Mitbewerben abhebt, Ihnen eine nachhaltige Community verschafft und langfristig Ihre Umsätze über die Social Media Kanäle messbar steigen lässt.